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Cannabis & Abnehmen: Medizinische Behandlung zur Gewichtsabnahme

6 min Lesezeit

August 28, 2026

Cannabis & Abnehmen: Medizinische Behandlung zur Gewichtsabnahme

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Hannah

Hannah

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Präparate auf Cannabisbasis können Prozesse beeinflussen, die direkt mit der Kontrolle des Körpergewichts zusammenhängen. Dazu gehören das Hungergefühl, das Essverhalten, der Energieverbrauch, die Funktion des Fettgewebes und die Glukoseregulation. Die Wirkung hängt jedoch von der Zusammensetzung des jeweiligen Präparats ab. THC, CBD und THCV wirken unterschiedlich im Körper. So kann ein Cannabinoid den Appetit anregen, während bei einem anderen eine potenziell gegensätzliche Wirkung untersucht wird. Genau dieser Unterschied macht Cannabis heute im Zusammenhang mit Gewichtskontrolle und Stoffwechselstörungen interessant.

Wie beeinflusst Cannabis den Appetit?

Eine der deutlichsten Wirkungen von Cannabis betrifft das Essverhalten. Dieser Mechanismus ist bei THC am besten untersucht. Der Wirkstoff interagiert mit CB1-Cannabinoid-Rezeptoren und kann den Appetit steigern. Dadurch nimmt die Motivation zu essen zu, während Geruch und Geschmack von Lebensmitteln intensiver wahrgenommen werden. Damit hängt auch der bekannte Munchies-Effekt zusammen.

An diesem Mechanismus sind verschiedene Strukturen des Gehirns beteiligt, darunter der Hypothalamus, die Amygdala und mit dem Essverhalten verbundene Neuronen. Deshalb kann THC nicht nur den physiologischen Hunger, sondern auch das Essen aus Genuss beeinflussen. Der Einfluss von Cannabis auf das Gewicht beschränkt sich jedoch nicht auf die Anregung des Hungers. Entscheidend sind die jeweiligen Cannabinoide, ihre Konzentration und die Häufigkeit der Anwendung. Während THC das Verlangen nach Essen kurzfristig steigern kann, werden bei CBD und THCV andere Effekte untersucht, darunter eine mögliche Verringerung des Appetits.

THC, CBD und THCV – welcher Wirkstoff wirkt wie auf das Gewicht?

Um den Einfluss von Cannabis auf die Gewichtsabnahme zu verstehen, müssen seine aktiven Bestandteile unterschieden werden. THC ist ein psychoaktives Cannabinoid, das am häufigsten mit einer Steigerung des Appetits in Verbindung gebracht wird. Wenn eine Person danach regelmäßig mehr Kalorien zu sich nimmt, kann dies eine Gewichtszunahme fördern. Präparate mit einem hohen Anteil dieses Wirkstoffs sind daher nicht automatisch optimal für die Gewichtskontrolle.

Bei CBD sieht die Datenlage anders aus. Eine systematische Auswertung klinischer Studien zeigte, dass die Anwendung von CBD in den meisten untersuchten Studien mit einer Verringerung des Appetits und/oder des Körpergewichts verbunden war, wenngleich die Evidenz begrenzt ist. Deshalb wird der mögliche Einfluss von CBD auf das Gewicht weiterhin intensiv untersucht.

Noch interessanter im Zusammenhang mit dem Abnehmen ist THCV (Tetrahydrocannabivarin). Im Gegensatz zu THC kann es bei bestimmten Dosierungen als Antagonist an CB1-Rezeptoren wirken und wird als potenziell appetithemmender Wirkstoff untersucht. Das wissenschaftliche Interesse an THCV betrifft außerdem die Regulierung von Glukose, dem Energiehaushalt und der Fettspeicherung.

Das Endocannabinoid-System und seine Rolle beim Stoffwechsel

Die Fähigkeit von Cannabis, das Körpergewicht zu beeinflussen, hängt mit der Funktion des Endocannabinoid-Systems zusammen. Es befindet sich nicht nur im Gehirn, sondern seine Rezeptoren stehen auch mit Fettgewebe, Leber, Bauchspeicheldrüse und anderen am Energiehaushalt beteiligten Strukturen in Verbindung. Über dieses System werden Appetit, Energiespeicherung, Essverhalten und bestimmte Prozesse des Stoffwechsels reguliert. Deshalb kann die Wirkung von Cannabis-Präparaten über das reine Hungergefühl hinausgehen.

Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen THC und THCV. Während die Aktivierung von CB1 durch THC mit einer stärkeren Motivation zur Nahrungsaufnahme verbunden wird, wird die antagonistische Aktivität von THCV an diesem Rezeptor als möglicher Mechanismus zur Verringerung der Nahrungsaufnahme und übermäßigen Energiespeicherung untersucht.

Cannabis und Fettstoffwechsel – was sagt die Wissenschaft?

Der Einfluss von Cannabis auf den Fettstoffwechsel ist ein spannender Bereich der aktuellen Cannabinoid-Forschung. Dabei geht es nicht nur darum, wie viel ein Mensch isst, sondern auch darum, wie der Körper die aufgenommene Energie speichert und nutzt. Bei CBD wird der Einfluss auf Fettzellen, Entzündungsprozesse und metabolische Mechanismen untersucht, die sich indirekt auf das Körpergewicht auswirken können. Eine systematische Auswertung klinischer Studien zu CBD zeigte in den meisten Untersuchungen eine Tendenz zu geringerem Appetit oder Gewicht, wobei die Autoren auf den Bedarf an besseren Studien hinweisen.

Bei THCV deuten präklinische Daten auf eine mögliche Verringerung der Lipidspeicherung und einen Einfluss auf die mitochondriale Aktivität der Fettzellen hin. Außerdem wird eine mögliche Steigerung des Energieverbrauchs und eine Verringerung übermäßiger Fettmasse untersucht. THCV gilt somit als vielversprechender Wirkstoff für zukünftige Ansätze bei Stoffwechselstörungen, obwohl seine klinische Wirksamkeit noch durch größere Studien bestätigt werden muss.

Welchen Einfluss hat Cannabis auf die Darmflora und den Blutzucker?

Die Gewichtskontrolle hängt nicht nur von der Kalorienzufuhr ab. Auch die Insulinsensitivität, der Glukosespiegel, Entzündungsprozesse und die Darmflora spielen eine Rolle. Deshalb untersucht die Forschung zu Cannabis zunehmend auch diese Mechanismen. Besonders interessante Ergebnisse gibt es zu THCV. In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie mit 62 Menschen mit Diabetes Typ 2 senkte THCV den Nüchternblutzucker und verbesserte die Funktion der β-Zellen der Bauchspeicheldrüse im Vergleich zu Placebo. Eine signifikante Gewichtsabnahme wurde dabei jedoch nicht festgestellt.

THCV könnte somit nicht nur den Appetit, sondern auch eine breitere Regulation des Stoffwechsels beeinflussen. Auch bei CBD werden metabolische Effekte untersucht. Allerdings ist es nicht korrekt, allen Präparaten auf Basis von Cannabis dieselbe Wirkung zuzuschreiben.

Chancen und Risiken von Cannabis zur Gewichtsabnahme

Präparate auf Cannabisbasis können tatsächlich Mechanismen beeinflussen, die für die Gewichtsabnahme relevant sind. Das Ergebnis hängt dabei stark vom jeweiligen Cannabinoid-Profil ab. Für die Gewichtskontrolle stehen heute vor allem CBD und THCV im Fokus. Eine ausgeprägte Steigerung des Appetits durch THC kann jedoch bei manchen Menschen den gegenteiligen Effekt haben.

Es müssen auch die Risiken berücksichtigt werden, denn Präparate mit THC können Schwindel, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und psychoaktive Effekte verursachen. Die Reaktion darauf hängt von der Dosierung, der individuellen Empfindlichkeit und den gleichzeitig eingenommenen Medikamenten ab. Beim medizinischen Ansatz geht es deshalb nicht darum, beliebiges Cannabis zum Abnehmen einzunehmen. Entscheidend sind die Zusammensetzung des Präparats, das Verhältnis von THC, CBD und anderen Cannabinoiden sowie der allgemeine Gesundheitszustand, der BMI, das Essverhalten und die körperliche Aktivität.

Wann kann Cannabis medizinisch zur Gewichtsabnahme verordnet werden?

In Deutschland ist medizinisches Cannabis verschreibungspflichtig und kann von Ärzten verordnet werden. Die gesetzlichen Regelungen bestimmen die medizinische Verschreibung und Abgabe über Apotheken. Adipositas allein bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine Cannabis-Therapie angezeigt ist. Ob ein bestimmtes Präparat infrage kommt, entscheidet der Arzt nach einer individuellen medizinischen Beurteilung.

Dabei kann er den BMI, bisherige Therapien, Begleiterkrankungen, das Essverhalten und weitere den Stoffwechsel beeinflussende Faktoren berücksichtigen. Wichtig ist außerdem, das passende Cannabinoid-Profil zu bestimmen, da THC, CBD und THCV unterschiedliche pharmakologische Eigenschaften besitzen.

Die medizinische Anwendung von Cannabis sollte deshalb nicht mit der eigenständigen Nutzung von Cannabis zum Abnehmen gleichgesetzt werden. Es handelt sich um eine kontrollierte Therapie, bei der Indikationen, mögliche Nebenwirkungen und der erwartete Nutzen berücksichtigt werden.

Cannabis-Rezept zur Gewichtsabnahme online anfragen. So einfach geht es mit CannGo

Über CannGo kann die medizinische Beurteilung online erfolgen. Der Service ermöglicht es, notwendige Angaben zum Gesundheitszustand, zu bisherigen Behandlungen, Beschwerden und weiteren Faktoren zu übermitteln. Diese werden anschließend medizinisch geprüft. Bei Bedarf kann die Beratung als Videosprechstunde stattfinden. Der Arzt prüft, ob eine Therapie mit Cannabis infrage kommt, bewertet die mögliche Rolle von THC, CBD und anderen Bestandteilen und berücksichtigt mögliche Gegenanzeigen.

Erst nach der medizinischen Beurteilung kann entschieden werden, ob ein Rezept ausgestellt werden kann. Das Ausfüllen des Online-Formulars führt nicht automatisch zu einer Verschreibung, da medizinisches Cannabis in Deutschland ärztlich verordnet und auf Rezept in einer Apotheke abgegeben wird.

Cannabis und Abnehmen – sinnvolle Option oder Mythos?

Der Einfluss von Cannabis auf Prozesse, die mit dem Körpergewicht zusammenhängen, ist real. Cannabinoide interagieren mit Systemen, die Hunger, Energiehaushalt, Glukose und Fettgewebe regulieren. Dabei hängt die Richtung der Wirkung vom jeweiligen Wirkstoff ab. So wird THC häufiger mit einem stärkeren Verlangen nach Essen in Verbindung gebracht, während es für CBD klinische Hinweise auf eine mögliche Verringerung von Appetit und Körpergewicht gibt. THCV ist wegen seines möglichen Einflusses auf CB1-Rezeptoren, Glukosekontrolle und metabolische Prozesse besonders interessant.

Die bisherige Evidenz reicht jedoch nicht aus, um CBD oder THCV als Standardmedikamente zur Behandlung von Adipositas anzusehen. Das Potenzial von Cannabis zur Gewichtskontrolle sollte deshalb nicht als schnelle Abnehmmethode, sondern als aktiv erforschter medizinischer Ansatz betrachtet werden. Wenn eine solche Therapie für eine bestimmte Person in Betracht gezogen wird, sollten ihre Eignung, die Zusammensetzung des Präparats und mögliche Risiken ärztlich beurteilt werden.

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Julia von CannGo

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