Behandlung von Angststörungen und Panikattacken – Kann Cannabis helfen, wenn Standardbehandlungen nicht wirken?
August 6, 2026

Autor
Julia von CannGo
Angst ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Gefahr. In manchen Fällen erfüllt sie ihre Schutzfunktion jedoch nicht mehr und entwickelt sich zu einer ernsthaften Störung. Wenn eine Person ständig Anspannung verspürt und ohne erkennbaren Grund Panikattacken auftreten, kann dies den Alltag, die Arbeit, das Studium und soziale Kontakte erheblich beeinträchtigen. Solche Zustände erfordern eine professionelle Beurteilung, denn eine frühzeitige Behandlung kann dazu beitragen, die Symptome der Erkrankung zu verringern und die Lebensqualität zu verbessern.
Die moderne Medizin bietet verschiedene Ansätze zur Behandlung von Angststörungen. Für einen Teil der Betroffenen erweisen sich Psychotherapie und herkömmliche Arzneimittel als wirksam, während andere zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten benötigen. Deshalb richtet sich zunehmend Aufmerksamkeit auf medizinisch verordnetes Cannabis, das ein Arzt nach einer umfassenden Beurteilung des Gesundheitszustands empfehlen kann. Über die Plattform CannGo ist es möglich, eine Online-Beratung wahrzunehmen, Cannabis vom Arzt zu erhalten und ein Rezept entsprechend den geltenden gesetzlichen Vorschriften in Deutschland legal ausstellen zu lassen.
Was sind Angststörungen und wie entstehen sie?
Angststörungen gehören zur Gruppe der psychischen Erkrankungen und sind durch ein übermäßiges Gefühl von Angst gekennzeichnet, das in keinem angemessenen Verhältnis zur tatsächlichen Situation steht. In vielen Fällen gehen sie mit Symptomen wie Herzrasen, Atemnot, Zittern, Schwindel, Schlaflosigkeit, dem Gefühl des Kontrollverlusts und wiederkehrenden Panikattacken einher. Die Intensität der Beschwerden unterscheidet sich je nach Form der Erkrankung und den individuellen Besonderheiten der betroffenen Person. Fachleute gehen davon aus, dass die Entstehung solcher Zustände auf das Zusammenwirken mehrerer Faktoren zurückzuführen ist. Eine wichtige Rolle spielen die biologischen Besonderheiten des Organismus, Vererbung, traumatische Erlebnisse, langanhaltende Belastung durch stressige Situationen sowie erlernte Denk- und Verhaltensmuster. Weitere Auslöser können belastende Lebensereignisse, chronische emotionale Erschöpfung oder andere körperliche Erkrankungen sein.
Die Funktion des Nervensystems wird von verschiedenen Neurotransmittern beeinflusst, wobei Serotonin eine besonders wichtige Rolle spielt. Entsteht ein Ungleichgewicht zwischen den einzelnen Neurotransmittern, kann das Gehirn selbst auf gewöhnliche Reize empfindlicher reagieren. Dadurch beginnt eine Person, eigentlich ungefährliche Situationen als potenzielle Bedrohung wahrzunehmen, und Angstzustände werden zu einem dauerhaften Begleiter. Für viele Menschen sind gerade Panikattacken die belastendsten Symptome. Sie können plötzlich auftreten und mit starkem Herzklopfen, Luftnot, Schwindel sowie der Angst vor einem Kontrollverlust verbunden sein. Mit der Zeit entwickelt sich die Erwartung eines weiteren Anfalls, wodurch sich die Angst zusätzlich verstärkt und bestimmte Orte oder Situationen zunehmend gemieden werden. Aus diesem Grund schränken viele Betroffene ihr soziales Leben ein, verzichten auf Reisen oder verlassen teilweise sogar kaum noch ihr Zuhause.
Manche Menschen versuchen, ihren Zustand eigenständig zu bewältigen, indem sie zu Alkohol, verschiedenen Beruhigungsmitteln oder zur Selbstmedikation greifen. Ein solcher Ansatz beseitigt jedoch nicht die Ursache der Erkrankung und kann die Beschwerden sogar verstärken, wodurch zusätzliche Risiken für die Gesundheit entstehen.
Klassische Behandlungsmethoden bei Angststörungen
Die Behandlung von Angststörungen beginnt stets mit einer Untersuchung durch einen Arzt. Dieser beurteilt den allgemeinen Gesundheitszustand, erfasst die Art der Symptome, die Häufigkeit der Panikattacken sowie mögliche begleitende Erkrankungen. Auf Basis der Ergebnisse wird anschließend ein individueller Therapieplan erstellt, der psychotherapeutische Verfahren, eine medikamentöse Behandlung oder eine Kombination aus beidem umfassen kann. Als am besten untersuchte Methode gilt nach wie vor die kognitive Verhaltenstherapie. Sie hilft dabei, negative Denkmuster zu verändern, neue Verhaltensmuster zu entwickeln, Angstreaktionen besser zu kontrollieren und den Einfluss der Angst auf den Alltag schrittweise zu verringern. Für viele Patientinnen und Patienten bildet die Psychotherapie die Grundlage einer langfristigen Verbesserung.
Bei Bedarf kann die Ärztin oder der Arzt Arzneimittel verschreiben, die darauf abzielen, die Funktion des Nervensystems zu normalisieren und die Beschwerden von Angststörungen zu lindern. Die Auswahl der Medikamente erfolgt stets individuell, da verschiedene Menschen unterschiedlich auf eine Behandlung reagieren und die Wirksamkeit von zahlreichen Faktoren abhängt. Dabei spielen die richtige Festlegung der Dosen, die regelmäßige Kontrolle des Gesundheitszustands und die rechtzeitige Anpassung der Therapie eine wichtige Rolle. Trotz der hohen Wirksamkeit klassischer Behandlungsmethoden leiden manche Menschen auch nach einer längeren Therapie weiterhin unter Panikattacken. In solchen Fällen kann der Arzt zusätzliche Behandlungsoptionen in Betracht ziehen. In den letzten Jahren wurde Cannabis in diesem Zusammenhang zunehmend wissenschaftlich untersucht.
Medizinisches Cannabis bei Angststörungen – was weiß die Wissenschaft?
In den vergangenen Jahren ist das Interesse an der Anwendung von Cannabis in der Psychiatrie deutlich gestiegen. Hauptgrund dafür ist das Erscheinen neuer Studien, die den Einfluss einzelner Bestandteile der Pflanze auf das Nervensystem untersuchen. Zudem wird die wissenschaftliche Forschung im Bereich der Neurobiologie immer intensiver. Gleichzeitig weisen Wissenschaftler:innen darauf hin, dass die meisten derzeit verfügbaren Daten noch weiter bestätigt werden müssen und sich die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen je nach Studiendesign, Dosierung und Eigenschaften der Teilnehmenden unterscheiden können. Ein wesentlicher Teil der modernen Forschung beschäftigt sich mit dem Endocannabinoid-System, das an der Regulation des emotionalen Zustands, der Stressreaktion, der Schmerzwahrnehmung, des Schlafs und weiterer physiologischer Prozesse beteiligt ist. Aus diesem Grund untersuchen Forscher, wie Cannabinoide mit den Rezeptoren des Körpers interagieren und die Entstehung von Angststörungen beeinflussen können.
Besondere Aufmerksamkeit gilt außerdem den Neurotransmittern, die für die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen verantwortlich sind. Es wird angenommen, dass Neurotransmitter, insbesondere Serotonin, eine wichtige Rolle bei der Entstehung emotionaler Reaktionen spielen und dass Störungen ihres Gleichgewichts zu den Faktoren gehören, die Angststörungen begünstigen können. Deshalb untersuchen Wissenschaftler, ob einzelne Bestandteile von Cannabis diese Prozesse indirekt beeinflussen können. In klinischen Studien werden sowohl Präparate mit einem hohen THC-Gehalt als auch Produkte, die überwiegend CBD enthalten, untersucht. Einige Studien zeigen vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich bestimmter Angstsymptome, während andere im Vergleich zur Placebo-Gruppe keinen statistisch signifikanten Unterschied feststellen konnten. Aus diesem Grund lässt sich derzeit keine allgemeingültige Schlussfolgerung über die Wirksamkeit von Cannabis-Präparaten bei unterschiedlichen Formen von Angststörungen ziehen. Wissenschaftler weisen außerdem darauf hin, dass die Reaktion des Körpers vom Verhältnis zwischen THC und CBD, den Eigenschaften des jeweiligen Präparats, der Anwendungsdauer sowie von individuellen biologischen Faktoren abhängt. Deshalb lassen sich die Ergebnisse einzelner Studien nicht immer direkt miteinander vergleichen.
Ein Teil der Untersuchungen befasst sich mit Präparaten auf Basis CBD-reicher Extrakte, während andere kombinierte Produkte mit unterschiedlichen Anteilen aktiver Inhaltsstoffe analysieren. Darüber hinaus werden die Auswirkungen auf die Stimmung, das Spannungsniveau, die Geschwindigkeit des Wirkungseintritts und die Verträglichkeit der Behandlung bewertet. Die Forscher untersuchen auch mögliche Risiken, die mit der Anwendung von Cannabis verbunden sind. Dies betrifft insbesondere unsachgemäße Anwendungen, hohe THC-Konzentrationen oder Behandlungen ohne ärztliche Kontrolle. In den aktuellen klinischen Empfehlungen wird deshalb betont, dass ausschließlich ein Arzt den potenziellen Nutzen und mögliche Einschränkungen bewerten sollte.
Zu den Forschungsbereichen, die sich derzeit besonders dynamisch entwickeln, gehören zudem Untersuchungen zur Wechselwirkung von Cannabis mit anderen Arzneimitteln, zur langfristigen Sicherheit und zur Bestimmung optimaler Behandlungsschemata. Die Zahl der Studien nimmt jedes Jahr zu, wodurch sich auch die wissenschaftliche Evidenz kontinuierlich erweitert.
Cannabis vom Arzt bekommen – wie läuft das ab?
Wenn der Arzt zu dem Ergebnis kommt, dass eine Behandlung mit Cannabis sinnvoll sein könnte, durchläuft der Patient zunächst eine reguläre medizinische Beratung. Heute kann diese nicht nur persönlich in einer Praxis, sondern auch online stattfinden. Genau dieses Modell nutzt CannGo: Das Unternehmen bietet eine moderne telemedizinische Beratung, für die kein Klinikbesuch erforderlich ist. Im ersten Schritt muss ein medizinischer Fragebogen ausgefüllt werden, in dem Beschwerden, Vorerkrankungen, bisherige Behandlungen und weitere wichtige Informationen angegeben werden. Anschließend wird dieser von einem Cannabis-Onlinearzt geprüft und es wird beurteilt, ob eine weiterführende Beratung angezeigt ist.
Während der Online-Sprechstunde klärt der Arzt den Krankheitsverlauf, bespricht die Ergebnisse bisheriger Behandlungen und beantwortet die Fragen des Patienten. Kommt der Arzt nach der medizinischen Beurteilung zu einer positiven Entscheidung, kann er ein Rezept entsprechend den geltenden gesetzlichen Anforderungen ausstellen. Danach hat der Patient die Möglichkeit, das Rezept online zu bestellen und es für den Bezug des verschriebenen Medikaments zu nutzen. Das digitale Verfahren vereinfacht den Zugang zur medizinischen Versorgung erheblich und ermöglicht einen schnelleren Behandlungsbeginn ohne unnötigen organisatorischen Aufwand.
Was kostet medizinisches Cannabis in der Apotheke?
Die Kosten hängen von der jeweiligen Sorte, der Konzentration der Wirkstoffe, der Darreichungsform und dem Hersteller ab. Auch die verordnete Dosierung und die Dauer der Behandlung beeinflussen den Preis. Viele Patienten interessieren sich für die Frage, wie viel Gras in der Apotheke kostet, jedoch gibt es darauf keine allgemeingültige Antwort. Die endgültigen Kosten können erst nach der Auswahl des entsprechenden Präparats in der Apotheke bestimmt werden. Liegt ein ärztliches Rezept vor, kann der Patient ein medizinisch verordnetes Präparat auf legalem Weg erwerben.
Angststörungen – wann kann Cannabis helfen?
Wenn herkömmliche Behandlungsmethoden keinen Erfolg bringen, kann der Arzt Cannabis als zusätzliche Therapieoption in Betracht ziehen. Eine solche Entscheidung wird ausschließlich nach einer individuellen Beurteilung des Gesundheitszustands, der Krankengeschichte und der Ergebnisse vorheriger Behandlungen getroffen. Das Hauptziel besteht in der Linderung von Symptomen, der Verringerung von Angstzuständen, der Verbesserung der Lebensqualität und der besseren Kontrolle von Panikattacken. Die Behandlung wird stets individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmt, wobei der allgemeine Gesundheitszustand, Begleiterkrankungen und mögliche Gegenanzeigen berücksichtigt werden. Der Arzt legt die erforderlichen Dosen, die geeignete Darreichungsform und den weiteren Verlauf der Cannabis-Therapie fest. Falls erforderlich, wird das Behandlungsschema entsprechend der Reaktion des Organismus und der erzielten Wirkung angepasst. Besonderes Augenmerk gilt möglichen negativen Reaktionen, um Risiken zu minimieren und eine sichere Anwendung des Präparats zu gewährleisten.
CannGo bietet die Möglichkeit, eine Online-Beratung in Anspruch zu nehmen, ein Rezept vom Arzt zu erhalten, ein Online-Rezept ausstellen zu lassen, ein Rezept online zu bestellen und das verordnete Präparat über eine lizenzierte Cannabis-Apotheke zu beziehen. Dieser Ansatz ermöglicht es, den gesamten Ablauf legal, unter ärztlicher Aufsicht und entsprechend den geltenden gesetzlichen Vorschriften in Deutschland durchzuführen.



