Cannabisgesetz Telemedizin: Warum der neue Gesetzesentwurf kein Grund zur Sorge ist
7 min Lesezeit
July 15, 2025
Die Nachrichten der letzten Tage rund um einen neuen Gesetzesentwurf zur Regelung von Medizinalcannabis haben viele von Ihnen verunsichert – und das verstehen wir vollkommen. Im Zusammenhang mit politischen Maßnahmen steht dabei vor allem die Sicherheit der Cannabisversorgung im Fokus, da Gesetzesänderungen direkte Auswirkungen auf die Versorgungssituation haben können. Wenn die eigene, oft hart erkämpfte Therapie plötzlich infrage gestellt wird, löst das Sorgen aus. Deshalb möchten wir heute ganz offen mit Ihnen sprechen, die Fakten einordnen und Ihnen zeigen, warum Ihre Behandlung bei uns sicher ist und bleibt.
Einführung in das Medizinalcannabisgesetz
Das Medizinalcannabisgesetz, kurz MedCanG, ist seit April 2024 Deine rechtliche Grundlage für den Umgang mit medizinischem Cannabis in Deutschland. Es bestimmt, wie Du Cannabisblüten zu medizinischen Zwecken verschrieben bekommen, erhalten und beziehen darfst. Das Ziel? Dir eine sichere und verlässliche Versorgung mit medizinischem Cannabis zu ermöglichen – und gleichzeitig Missbrauch zu verhindern.
In den letzten Monaten hat die Bundesregierung jedoch etwas festgestellt, was Dir vielleicht Sorgen bereitet. Der starke Anstieg der Verschreibungen und Importe von Cannabisblüten zu medizinischen Zwecken hat Bedenken geweckt. Deine Patientensicherheit und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben stehen im Mittelpunkt. Um diese Entwicklungen in den Griff zu bekommen, hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf zur Änderung des Medizinalcannabisgesetzes vorgelegt.
Der aktuelle Referentenentwurf wird die Regeln für Deine Verschreibung und Abgabe von Cannabisblüten deutlich verschärfen. Künftig sollst Du Cannabisblüten nur noch nach einem persönlichen Kontakt mit Deinem Arzt erstmalig verordnet bekommen. Zudem ist ein Versandverbot für Cannabisblüten geplant. Das bedeutet: Du wirst in Deiner Apotheke vor Ort fachlich beraten. Diese Maßnahmen sollen Deine Sicherheit erhöhen und die Versorgung mit medizinischem Cannabis auf eine solide, verantwortungsvolle Basis stellen.
Für Unternehmen und Anbieter in der Branche bedeutet die geplante Änderung, dass sie ihre Prozesse und Geschäftsmodelle anpassen müssen. Die neuen Regeln betreffen alle, die an Deiner Verschreibung, Abgabe und dem Versand von Cannabisblüten beteiligt sind. Gleichzeitig bleibt Deine Versorgungssicherheit ein zentrales Anliegen – niemand soll durch die Änderungen den Zugang zu seiner Therapie verlieren. Das ist wichtig für Dein Wohlbefinden.
Der Gesetzentwurf befindet sich derzeit im Anhörungsverfahren. Das bedeutet: Du hast die Möglichkeit, Deine Stimme zu erheben. Interessenverbände, Unternehmen, Fachkreise und alle Betroffenen können Stellung nehmen und ihre Perspektiven einbringen. Die Bundesregierung betont, dass eine patientenorientierte Versorgung auch weiterhin im Mittelpunkt stehen soll. Die neuen Regelungen müssen Dir dienen.
In den folgenden Abschnitten erfährst Du mehr über die Details des Medizinalcannabisgesetzes, die geplanten Änderungen und deren Auswirkungen auf die Branche und Dich als Patient. Außerdem zeigen wir Dir, wie Du Dich am Anhörungsverfahren beteiligen und Deine Stimme einbringen kannst. Denn Deine Meinung zählt.
Was genau steht im Gesetzesentwurf des Medizinal-Cannabisgesetzes?
Der Entwurf vom 14. Juli 2025 zielt im Wesentlichen auf zwei Punkte ab: Die Erstverschreibung von Cannabisblüten soll nur noch nach einem persönlichen Arztbesuch möglich sein, und der Versand durch Apotheken soll komplett verboten werden. Für Folgeverschreibungen ist ein persönlicher Arztkontakt innerhalb der letzten vier Quartale gesetzlich vorgeschrieben, um Missbrauch zu verhindern und die Sorgfaltspflichten bei der Abgabe von Blüten zu erhöhen. Begründet wird dies mit einem starken Anstieg der Importe von Cannabisblüten seit dem 1. April 2024. Das Ministerium sieht darin eine mögliche Fehlentwicklung, die es korrigieren möchte, um die Patientensicherheit zu gewährleisten. Die Neuregelung bringt Verschärfungen bei der Abgabe von Blüten mit sich, indem sie die Kontrolle der Verordnungen und Rezepte verschärft und den Versand verbietet. Medizinalcannabis ist als Arzneimittel eingestuft, und die Verschärfungen sollen die sichere Abgabe von Arzneimitteln gewährleisten. Abschließend stellen sich wichtige Fragen zu den Folgen der Gesetzesänderung im Vergleich zu früheren Regelungen, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf Patienten und die Versorgungssituation.
Die Telemedizin: Ein fester Pfeiler der modernen Versorgung
Dieser Vorstoß steht in einem bemerkenswerten Kontrast zur Entwicklung des deutschen Gesundheitswesens. Die Politik hat erst kürzlich die Weichen klar in Richtung Zukunft gestellt. Die Telemedizin wurde massiv gestärkt, um den Zugang zur Versorgung zu verbessern und das überlastete Gesundheitssystem zu entlasten. Sie ist kein Experiment mehr, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil der medizinischen Realität in Deutschland, der Wartezeiten verkürzt und gerade in ländlichen Regionen den Zugang zu Fachärzten überhaupt erst ermöglicht. Telemedizin-Plattformen spielen dabei im Bereich der medizinischen Versorgung eine zentrale Rolle, indem sie die Cannabisversorgung für Patientinnen und Patienten erleichtern und innovative Versorgungsmodelle fördern.
Wir bei CannGo sehen uns als Teil dieser Lösung. Unser Ziel war es von Anfang an, die Gesundheitsversorgung zu ergänzen, nicht zu fragmentieren. Gerade für Menschen in ländlichen Regionen eröffnet die Telemedizin neue Möglichkeiten, am Markt für medizinische Leistungen und insbesondere für die Versorgung mit Cannabisprodukten teilzuhaben. Als LegitScript zertifizierter Dienst glauben wir fest daran, dass erstklassige und sichere Medizin möglich ist, wenn Ärzte mit der besten Technologie ausgestattet sind. Behauptungen, nur der persönliche Kontakt sei sicher, greifen zu kurz. Unser transparenter Prozess – vom detaillierten Fragebogen über die sorgfältige ärztliche Prüfung bis zur persönlichen Konsultation – stellt die Patientensicherheit an erste Stelle.
Um den Herausforderungen im Bereich Medizinal Cannabis und Telemedizin gerecht zu werden, sind regelmäßige Updates und Anpassungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen unerlässlich, vor allem um aktuelle Fragen zur Cannabisversorgung, regulatorischen Entwicklungen und der Rolle digitaler Innovationen zu beantworten.
Expertenmeinung und Ausblick
Es ist entscheidend, die aktuelle Aufregung richtig einzuordnen. Bei dem Papier handelt es sich um einen ersten Entwurf, der als Gesetzentwurfs die Grundlage für die geplante Änderung des Medizinal Cannabisgesetzes im politischen Prozess bildet. Bis daraus ein Gesetz wird, ist es ein weiter Weg. Führende Rechtsexperten wie der Rechtsanwalt Peter Homberg halten es für sehr unwahrscheinlich, dass der Entwurf in dieser drastischen Form umgesetzt wird. Er bezeichnet ihn in einem Interview gegenüber krautinvest.de als “Maximalforderung”, die das eigentliche Ziel verfehlt und die etablierte Patientenversorgung gefährden würde.
Die möglichen Folgen der Änderung des Medizinal Cannabisgesetzes betreffen nicht nur die Patienten, sondern auch den Markt, insbesondere im Vergleich zu den bisherigen Regelungen. Das Bundesgesundheitsministerium, das Kabinett und die politischen Entscheidungsträger in Berlin spielen eine zentrale Rolle bei der Ausarbeitung und Umsetzung der Gesetzgebung.
Die Entwicklung der Importe, das Auftreten von Fehlentwicklungen und die Notwendigkeit regelmäßiger Updates zeigen, dass der Gesetzgebungsprozess weiterhin Anpassungen erfordert und viele Fragen offenbleiben.
Unser Versprechen an Sie: Wir sind und bleiben Ihr verlässlicher Partner
Die aktuelle Diskussion ändert nichts an unserem Engagement für Sie. Komme, was wolle – unser Versprechen an Sie ist einfach: Wir kümmern uns.
Die sichere Cannabisversorgung ist für viele Menschen und insbesondere für Patientinnen und Patienten von zentraler Bedeutung. Wir wissen, wie wichtig der persönliche Arztkontakt für Ihre Behandlung ist und beobachten aufmerksam die möglichen Folgen der aktuellen Gesetzesänderungen für Ihre Versorgung. Ihre Sorge, den Zugang zu Ihrer Therapie zu verlieren oder vor unüberwindbaren Hürden zu stehen, nehmen wir sehr ernst. Seien Sie versichert: Wir arbeiten bereits an Lösungen für alle denkbaren Szenarien. Sollte der Gesetzgeber zukünftig neue Anforderungen stellen, werden wir dafür sorgen, dass der Prozess für Sie so einfach und reibungslos wie möglich bleibt. Ihre Therapie bei uns ist in sicheren Händen – heute und in Zukunft.
Gerade im Bereich der medizinischen Versorgung ist es von größter Bedeutung, auf alle Fragen und Herausforderungen einzugehen, die sich aus den aktuellen Entwicklungen ergeben – vor allem, um die bestmögliche Unterstützung für unsere Patientinnen und Patienten zu gewährleisten.
Sie haben sich für eine moderne und legitime Form der medizinischen Versorgung entschieden. Wir stehen an Ihrer Seite, um diese zu schützen und sicherzustellen.
Julia von CannGo
Online Redaktion
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